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Comments

27
Sep
2009

Ein Kommentar zu Alice

Ich stand vor folgender Aufgabe: DSL - möglichst schnell - und eine Festnetzflatrate auf einem analogen Anschluss.
Man sollte meinen, bei dem vielfältigen Angebot von diversen Telkos (Telekommunikationsanbieter) kein Problem. Also machte ich mich auf die Suche und gab mir noch folgende Einschränkung mit auf den Weg: Kein VoIP!

Nachdem ich das Angebot diverser Anbieter gesichtet hatte und die meisten sich wegen VoIP quasi disqualifiziert hatten, landete ich bei ALICE und dem Produkt "ALICE Fun". Beinhaltet einen analogen Telefonanschluss und eine 16 MBit DSL-Flatrate. Mit 30 Euro im Monat für die Auftraggeber nicht zu teuer.
Mir war ALICE als Marke von Hansenet irgendwie immer sympathisch gewesen. Ich mag die Underdogs halt...
Und so wurde halt dieses Produkt beauftragt.

Ab sofort kamen täglich SMS mit irgendwelchen Infos über den Auftragsstatus eingeflatert. Okay, meist irgendwie sinnfrei, aber wenigstens informieren die einen. Hab ich bei anderen Anbietern auch schon anders erlebt.
Schnell stand ein Termin mit einem Telekom-Techniker fest der auch genau nach Vorgabe eingehalten wurde: Irgendwann zwischen 8 und 16 Uhr. Ein bisschen präziser hätte ich mir das schon gewünscht, aber ich weiß das die Telekom sich an der Stelle kaum festlegen lässt. Und bei Fremdkunden schon mal gar nicht.

Und so kam der Techniker, machte seine Arbeit und verschwand nach kurzer Zeit wieder. Nun kam an mich die Frage: "Kann ich jetzt schon telefonieren?"
"Klar" sagte ich. Einfach das Telefon in die mittlere Buchse der Telefondose stecken. Den Rest würde ich dann schon machen...

Jetzt muss ich kurz folgendes erläutern: Geplant war ein kleines Netz mit drei Rechner und ner Möglichkeit für Besucher. Außerdem sollte es einen zentralen Drucker geben. Die Möglichkeit für mich zu Wartungszwecken remote auf die Anlage zu kommen wäre ein nettes Feature gewesen. Alles in allem sprach sehr für eine Fritz Box 3170. So wurde diese auf meinen Rat hin angeschafft.

Wir springen wieder zurück zum Tag der Anschaltung. Nach kurzem Warten ereilte mich ein Anruf der Auftraggeber: "Nee, Telefon geht nicht..."
Mir schwarnte böses... Entweder hatte man ISDN geschaltet und es nicht verraten oder - was viel schlimmer wäre - man hatte VoIP gemacht. Letzteres würde zur Hardware passen die ALICE wenige Tage vorher geschickt hatte. Einen Turbolink IAD. Augenscheinlich ein Router mit vier Ethernet-Ports, zwei S0 Anschlüssen (ISDN) und einer NFN codierten TAE-Dose (analoges Telefon). Ein Splitter war meines Wissens nach nicht geliefert worden...
Wenige Stunden später schlug ich mit zitternden Händen am Ort des Geschehens auf. Ein kurzer Blick auf den Prüfhörer bestätigte meine schlimmsten Vermutungen: DSL gab es auf der Leitung, ein analoges Signal fürs Telefon war nicht auszumachen. Voller Angst schloss ich also die gelieferte Hardware an und musste feststellen das ich sofort am Telefon zur Eingabe einer PIN aufgefordert wurde...

Für diejenigen die jetzt nicht mehr durchgestiegen sind: Wenn ich ein DSL-Gerät ohne weitere Konfiguration anschließe, das Telefon damit verbinde und dann sofort telefonieren kann, bedeutet das nur eins: Ein ganz komisch gemachtes VoIP. Genau das was ich nicht wollte...
Aber ok, man kann sich jetzt sicherlich darüber aufregen das man vom Anbieter nicht gesagt kriegt das er bei diesem Anschluss halt keinen vollwertigen Telefonanschluss schalten kann... Oder man kann sich darüber aufregen das im Laufe des Bestellvorganges nirgend darauf hingewiesen wird das die "Gefahr" besteht das man halt einen VoIP-Anschluss kriegt...
Trotzdem musste jetzt erstmal das Internet her. Also verband ich mein Windows 7 Notebook mit dem (augenscheinlichen Modem-Router) und wartete vergebens auf eine IP. Nix DHCP?! Ok, das Gerät sieht aus als wäre es schon mal aufgebaut gewesen, vielleicht ist es ja nicht richtig zurückgestellt. Also packte ich die "bösen" Tools aus und machte mich manuell auf die Suche nach der Geräte-IP zum konfigurieren. Da gab es aber nichts. Außer dem Hinweis: "Fehler 404" war dem Gerät auf herkömmlichen Wege nichts zu entlocken. Also ab in die ALICE Warteschleife. Jene war angenehm kurz und schnell konnte ich meine Frage stellen: "Ey, wie is denn die IP um den Router zu konfigurieren?"
Na ja... als Antwort schlug mir Ratlosigkeit entgegen. Ich sollte doch das Programm von der mitgelieferten CD installieren, dann ginge alles von allein... Tja, theoretisch wahrscheinlich schon - abgesehen davon das ich solche Tools aus Prinzip nicht installiere - aber da das Programm unter Windows 7 eh nicht funktionieren wollte, hatte sich das erledigt. Also wurde ich zur Technik durchgestellt. Dort erfuhr ich dann ziemlich schnell was ich schon befürchtet hatte: Ja, das Gerät ist eigentlich ein Router aber man hält es für besser ihn so zu "beschneiden" das damit nur noch die Funktion eines Modems zur Verfügung steht. Und ja, natürlich kann man das nicht rückgängig machen. Nur ALICE hat Zugriff auf das Gerät. Und ja, natürlich ist es ein VoIP-Anschluss. Und nein, da die meisten Kunden den Unterschied nicht kennen würden, sähe man sich nicht genötigt auf diesen Umstand hinzuweisen.

Worst Case also. Aber gut, ich verdiene nicht umsonst mein Geld mit so was. Schnell war ein Speedport W 701V organisiert der den Anschluss eines analogen Telefons ermöglicht und dieses dann auf VoIP "übersetzt". Wir erinnern uns: Ich musste immer noch drei Rechner in einem Netzwerk zusammenfügen. Mit einem Modem wie ich es jetzt von ALICE bekam, war das Vorhaben eher zum scheitern verurteilt. Also musste dringend ein Router her. Was auch aufgrund der Firewall zu begrüßen ist. Im Handumdrehen hatte ich also den Router konfiguriert. Wenigstens was die Internet-Zugangsdaten anging. Klappte auch prima. Aber das Telefon wollte sich nicht dazu bewegen lassen zu funktionieren. Also wieder bei ALICE angerufen mit der Frage: "Ey, wie sind den eure VoIP Einwahldaten?"
Antwort der ALICE-Technik: "So was haben wir nicht. Wir verweden ein eigenes Protokoll das nicht auf fremder Hardware läuft."

ARGH! Mittlerweile war von meiner Sympathie gegenüber ALICE nichts mehr übrig. Aber so einfach wollte ich das nicht hinnehmen. Also ab ins Internet. Selbst nachlesen... Denkste! Beim erstmaligen Aufruf einer Internetseite betreibt ALICE erstmal DNS-Spoofing. Bevor man nicht den Anmeldungsdialog durchlaufen hat gibt es nichts anderes zu sehen also die Seite von ALICE. Und da fragt einer warum ich Zuhause "freie" DNS-Server benutze...
Ok, nachdem ich das nun auf meiner mentalen Liste der absoluten NO-GOs vermerkt hatte, machte ich mich auf die Suche. Offensichtlich ist das Protokoll gar kein eigenes. Aber die Authentifizierung bei ALICE ist untrennbar mit der gelieferten Hardware gekoppelt. Also konnte ich den Plan mit dem Router nun endgültig in die Tonne treten.

Und dabei ist es geblieben. Die Überlegung den Anschluss zu kündigen steht natürlich im Raum. Immerhin ist es schon eine ziemliche Frechheit einen VoIP-Anschluss als analogen Telefonanschluss zu verkaufen. Die Festlegung auf Hardware des Anbieters ist einfach nicht Kundenfreundlich. Die Methoden bei der Bereitstellung des Internets lassen nicht gerade Vertrauen aufkommen... und so weiter und so weiter...

Aber wahrscheinlich wird es auf folgendes hinaus laufen: Ich besorge einen Router der hinter das "Modem" von ALICE gehängt wird. Dieser stellt mir die Firewall und das interne Routing zur Verfügung. So muss ich zwei fast identische Geräte betreiben um das zu kriegen was eigentlich auch die gelieferte Hardware könnte...
Ach ja, und die angepeilte Geschwindigkeit von 16 MBit ist auch nicht in Sicht...Thats Life?!

Abschließend ein ganz persönlicher Kommentar von mir:
Ein Anschluss bei der Telekom kostet 10 Euro mehr im Monat. Aber das ist es mir wert! Da kriege ich das was ich bezahle. Die sind auch chaotisch und gelegentlich mehr als nervig... aber ich habe Gestern erst einen solchen Anschluss eingerichtet und konnte über nichts klagen! Dort kriege ich Hardware die nicht bis hin zur Unbenutzbarkeit beschnitten ist. Vom administrativen Standpunkt aus betrachtet ist die Telekom wirklich Gold wert...
Und für mich steht fest: NIE WIEDER ALICE

SEETHER

[Nachtrag]
Wer Kunden von ALICE kennt und diese ein bisschen "ärgern" will: Man darf davon ausgehen das die wenigstens Leute das Passwort für die ALICE-Lounge ändern. In diesem Fall stellen sich die Anmeldedaten folgendermaßen da: OrtsvorwahlundRufnummer / Geburtsdatum
Ein solches Schema als Standard zu wählen ist dumm. An jeder Stelle werden die Kunden bevormundet. Hier aber setzt man vorraus das sie das Passwort schon ändern werden... man man.
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18
Aug
2009

Propaganda im Netz...

...ja ja! Mit gezielter Fehlinformation und an Hysterie grenzender Rede werden in Deutschland arme Rentner (überwiegend) im Rahmen des Wahlkampfes belogen und betrogen!
Und nein, es handelt sich dabei nicht um eine der unzähligen Rechtsradikalen Seiten die jetzt auch gesperrt werden sollen - nein, tatsächlich ist es eine Rede von Frau von der Leyen die bei Youtube zu sehen ist.

Ich habe sie mir angesehen und war erschüttert! Nein, mehr als das. Ich war entsetzt über diese plumpe Art die "Massen" hinters Licht zu führen. Aber seht erstmal selbst:



Aber fassen wir mal ein paar Dinge zusammen.

 
  1. Von "unmöglich" war nie die Rede. Es ging immer um dich technische Durchsetzbarkeit. Und die ist nicht besser geworden!
  2. Ja, viele Länder der EU sperren bereits solche Seiten. Allerdings hat kein Land bisher gemeldet das dadurch weniger Kinder Opfer von Missbrauch geworden sind!
  3. Welche Länder, Frau von der Leyen, haben gleich keine Gesetze gegen Kinderpornographie? Indien vielleicht mal wieder?
  4. Ja Frau von der Leyen! Verfassungsrechtlich bedenklich! Und einzig und allein weil es nicht um den Schutz von Kindern geht, sondern um die inhaltliche Kontrolle des Internets durch den Staat!
  5. Und ja Frau von der Leyen. Das Recht der Offline-Welt gilt selbstverständlich auch im Internet! Und wenn ich mich recht entsinne heißt es dort: "(...) eine Zensur findet nicht statt."

    Wir sollten doch also schauen das wir klar rechtswidrige Inhalte schnellstmöglich für immer verbannen und nicht nur die breite (und technisch nicht hochgebildete) Masse davon ausschließen!
Tatsächlich... ich wünsche mir den politischen Wandel! So sehr wie kaum etwas anderes im Moment. Aber ich bin zu realistisch. Ich habe die Lämmer begeistert Applaus spenden sehen. Ich weiß was sie wählen werden. Eine Partei die sie vor den moralischen Gefahren der verteufelten Technik beschützt. Und abends, wenn sie sich alleine fühlen, werden sie trotzdem bei der deutschen Ausgabe von Google nach schmutzigen und sehr unmoralischen Sachen suche. Mal wieder die viel zitierte Ironie: Ihre eigene Verlogenheit passt bestens zur Partei die sie unterstützen.

Armes Deutschland. Armes Europa.

SEETHER
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17
Aug
2009

Steinmeier verloren...

Hat es Gestern noch jemand bis zum Ende durchgehalten? Die Fragerunde an den Kanzlerkandidaten der SPD auf RTL? Für die die klug genug waren früh ins Bett zu gehen: Es war hart.

Obgleich er gefühlte 148 mal versicherte bei genau dieser Frage nicht auszuweichen, umschiffte Steinmeier so gut wie jede Frage so dermaßen, das er die Antwort schuldig blieb. Das tat er aber augenscheinlich nicht bewusst. Viel mehr redete er einfach eine Menge Blödsinn und vergass darüber anscheinend einfach die Kernfrage, bzw. verstand sie erst gar nicht.

Es wurde ihm aber auch leicht gemacht. Die Runde auf RTL war so dermaßen entschärft und seicht das es meistens schon weh tat. Ein erneutes Nachfragen der Studiogäste war meist ausgeschlossen und das Klatschen zu wirklich jedem, noch so wirren Statement des Gastes, wirkte mehr als einmal aufgesetzt.
Auf ein nachhaken der Moderatoren verzichtete man fast gänzlich. Und der Transpiration von Herrn Steinmeier nach zu urteilen, wohl nicht umsonst.

Einzig bei der "Diskussion" mit einer Nichtwählerin kam ein bisschen Spannung auf. Wohl auch, weil die Dame ihre Fragen von langer Hand vorbereitet hatte und durchaus unangenehme Grundsatzanregungen zur Politik in Deutschland feststellte. Aber im Stile der Sendung wurden auch dieser Dialog sowohl von Steinmeier - ewig langen Monologen - als auch von Moderatorenteam "schnell" abgewürgt. Schade eigentlich, denn hier wurden Fragen angesprochen die viele Leute bewegen die entscheiden müssen ob es sich für sie lohnt überhaupt zur Wahl zu gehen.

Richtig gut fand ich - und da bin ich mir mit Spiegel Online einig - Steinmeiers Aussage über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Es ist ein Kampfeinsatz bei dem Soldaten sterben. Aber er lieferte auch eine Begründung mit, die man wenigstens nachvollziehen kann und in der es nicht mehr hieß das man dort aktiv die Freiheit von Deutschland verteidige. Bravo! Das war eine klare und fast schnelle Antwort.

Ansonsten war es eine Sternstunde der SPD. Bei weitem nicht... Wenig Prestigeträchtige Themen wie die Internetsperren oder ein Verbot von "Killerspielen" wurden komplett ausgeklammert. Schade eigentlich. Hätte sich Herr Steinmeier an manchen Stellen aufs Wesentliche konzentriert, hätte man sicherlich Zeit dafür gehabt.
Es bleibt die Erkenntnis das Herr Steinmeier einfach kein Herr Schröder ist. Auch wenn die Stimme sehr ähnlich klingt und auch die Mimik meist sehr an den Altkanzler erinnert. Aber Herr Schröder hätte mehr aus diesem Termin raus geholt.

SEETHER
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9
Aug
2009

Verwirrung komplett

Es geht hoch her im Wahlkampf. Und auch die Medien mischen richtig mit wie man derzeit an einem schönen Beispiel festmachen kann.
In dem Artikel von Spiegel Online geht es mal wieder um Herr Tauss (ehemal SPD, jetzt Piratenpartei - steht unter dem Verdacht Kinderpornographie unberechtigter Weise besessen zu haben). Ein Kommentar zu der Rolle von Herrn Tauss in der PP folgt am Ende.

Auf jeden Fall titelt der Spiegel in seiner Online-Ausgabe jetzt groß das alles viel schlimmer ist als ursprünglich angenommen. Was davon zu halten ist, wird bei Netzpolitik.org in einem kurzen Statement seziert.
Wenn wir voraussetzen das bei Netzpolitik.org gut recherchiert wird, müssen wir daraus schließen das wenigstens dieser Artikel auf Spiegel Online einzig dem Zweck dient, den Wahlkampf der Piraten zu schaden. Oder das Sommerloch zu füllen. Wer weiß das schon...

Was mich ziemlich fließend zu meinem Kommentar bringt.
Die Piratenpartei macht einen guten Wahlkampf. Sie hat Zulauf ohne Ende. Sie geht in einer Zeit an den Start, der mit der Anfang der Achtziger vergleichbar ist an dem eine kleine und unscheinbare Partei mit ihren ökologisch geprägten Ansichten auch recht groß geworden ist. Aber mit der übereilten Aufnahme von Herr Tauss hat man den großen und ihren Wahlkampfmanagern eine dermaßende Steilvorlage geliefert das es schon an ein Wunder grenzen würde wenn diese nicht ausgenutzt wird.
Dazu mal folgende, ganz private Ansicht: Ich glaube nicht das Herr Tauss zum Zwecke der Profilierung einen Kinderpornoring sprengen wollte. Ich glaube nicht das irgendeine seiner Ausreden rechtfertigt das er irgendwelches Bildmaterial Zuhause hortet. Ich glaube, er hat es rein aus persönlichen Gründen angeschafft. Und ich hoffe, er wird dafür zur Rechenschaft gezogen.
Nun aber ist er in der Piratenpartei und färbt auf den Gesamteindruck der Partei ab... offen gesagt: Das kotzt mich an.

Warten wir mal ab wie sehr sich die PP noch schaden lässt bis sie zu dem Thema wenigstens mal Stellung bezieht.

Angenehmen Sonntag noch.

SEETHER
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6
Aug
2009

Jetzt wirds brenzlig für die SPD

Beim allabendlichen studieren der News und Ereignisse bin ich auf diesen Blog hier gestoßen.
Dort gibt es DIESEN netten kleinen Beitrag zu lesen. Zugegeben, es ist alles recht technisch. Aber wer nicht gerade als Admin tätig ist, wird auch bedient wenn er nur den Text zwischen den gerahmten Fenstern liest.

Ich will nicht vorweg greifen weil es wirklich herrlich ist und durchaus (mal wieder) als Zeichen allumfassender Inkompetenz heran gezogen werden könnte. Der Fairness halber würde ich mit abschließenden Verurteilungen auch warten bis das Gesetzt in Kraft getreten ist. Aber wahrscheinlich wehrt sich der Admin der SPD auch dann mit Händen und Füßen dagegen. Zurecht wie ich meinen will...

SEETHER
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Arme Frau von der Leyen

Im Moment scheint es so, als würde sie die grausame Bürokratie in Deutschland kennen lernen.
Ihr tolles Gesetz zur Zensur im Internet ist zwar fertig, muss aber noch vom Bundespräsidenten unterschrieben werden. Geht aber nicht, ist es doch erstmal zur EU gegangen. Wenn die jetzt nicht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt reagieren, kann Horst Köhler unterschreiben. Aus Gründen die ich aber überhaupt nicht verstehe, kann es jetzt wenigstens zu einer deutlichen Verzögerung kommen.

Hierauf reagiert das Familienministerium mit dem Hinweis, das es ja noch die Verträge mit den Providern geben würde die einen pünktlichen Start sicherstellen würden.
Hierzu hat sich jetzt aber das Justizministerium gemeldet. Und die Damen und Herren sehen das mal ganz anders.

Haben wir eigentlich in der Politik niemanden der sich mit der Gesetzgebung auskennt? Oder ganz grundsätzlich mit solchen Fragen wie: "Wann ist ein Gesetz rechtmäßig" oder "Wer darf so ein Gesetz eigentlich beschließen".
Offen gestanden nervt es mich ungemein das unsere Politik nicht nur zu dämlich ist bestehende Gesetze entsprechend anzuwenden, sondern auch, neue rechtssicher zu verabschieden.
Man verwendet anscheinend so viel Zeit uns anzulügen und die eigenen Taschen zu füllen (füllen zu lassen) das keiner mehr Zeit hat sich mit seinem eigentlichen Beruf zu beschäftigen...

SEETHER
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3
Aug
2009

Noch Fragen?!

Ich öffnete vorhin meinen Feedreader und neige eigentlich dazu, die Tabs zu schließen wenn ich mit dem Lesen fertig bin. Heute hingegen habe ich hier sechs Tabs offen - und alle handeln im Kern von der gleichen Sache. Und auch wenn es euch langsam zum Hals raus hängt, es geht mal wieder ums altbekannte Thema der Zensur im Internet.

Ja ja, richtig gelesen. Ich habe mich nun davon verabschiedet mit einem ironischen "Unterton" die selbe Wortakrobatik zu benutzen wie unsere Politiker und statt dessen die Formulierung zu schreiben die mir zum Thema einfällt. Und hier kann ich noch so viel darüber nachdenken... es läuft immer wieder auf "Zensur" hinaus. Diesen Begriff habe ich gerade mal Wikipedia übergeben und bekam diese Definition:
"Zensur (censura) ist ein politisches Verfahren,[1] um durch Massenmedien oder im persönlichen Informationsverkehr (etwa per Briefpost) vermittelte Inhalte zu kontrollieren, unerwünschte beziehungsweise Gesetzen zuwiderlaufende Inhalte zu unterdrücken und auf diese Weise dafür zu sorgen, dass nur erwünschte Inhalte veröffentlicht oder ausgetauscht werden."

QUELLE: Wikipedia.de
Dazu fällt mir eigentlich nur ein anderes Zitat ein: "...eine Zensur findet nicht statt."
Wie komme ich nun darauf und was hat es mit den sechs offenen Tabs auf sich (in Wirklichkeit sind schon wieder ein paar hinzu gekommen)?! In den letzten Tagen hat sich viel getan in der schnelllebigen Welt des Internets. Frau von der Leyen hat klar gemacht das sie unerwünschte Inhalte auch abseits von Kinderpornos aus dem Netz haben will. Man könnte derzeit hemmungslos Mobben und betrügen. Dabei vergisst sie augenscheinlich, das die Strafverfolgungsbehörden sehr wohl sieben Tage Zeit haben die Verbindungsdaten von den Providern zu erfragen (bezogen auf die Telekom), auch wenn es sich nicht um einen Terrorverdacht handelt. In sofern wäre eine effiziente und gut besetze Polizei / Staatsanwaltschaft durchaus ausreichend um dem geltenden Gesetz auch im Internet den nötigen Nachdruck zu verleihen. Offensichtlich ist das Frau von der Leyen aber nicht konsequent genug.

Gut dazu passend ist diese Meldung über die KJM. Hier finde ich es sehr interessant das man direkt bei den Internet-Service-Providern ansetzt. Klar, die Anbieter von Youporn beispielsweise, sind für einen Verein wie die KJM eher schlecht greifbar. Aber viel naheliegender ist doch hier folgende Überlegung: Eltern haben ein natürliches Interesse daran ihre Kinder vor ungeeigneten Inhalten zu schützen (ich weiß das diese Ansicht eher theoretisch ist und schon beinahe als naiv bezeichnet werden muss). Es mangelt aber eben jenen Eltern oft an der technischen Kompetenz dazu. Wie wäre es, die Hersteller von Internet-Einwahlgeräten (der gemeine Router / Modem) zu verpflichten ihren Geräten per Default einen Inhaltefilter mit auf den Weg zu geben?! Die Einstellungen via Passwort gesichert. Die Listen werden von der KJM gepflegt und den Herstellern zu Verfügung gestellt. Und sind keine Kinder im Haus oder es ist sichergestellt das diese keinen Zugriff auf den Rechner der Eltern haben, wird die Liste einfach außer Kraft gesetzt. Und schon habe ich ein gewaltiges Problem erschlagen ohne in die freiheitliche Struktur des Internets eingreifen zu müssen oder die Provider als Hilfssherrifs zu verpflichten.
Liebe KJM, diese Idee ist mein geistiges Eigentum und kostet nur wenige tausend Euro...

Aber abseits davon merkt man auch das Wahlkampf ist. Die Parteien der Opposition positionieren sich stark auf der Seite der Netzgemeinde. Heise.de hat da mal die eine oder andere Stimme zu gesammelt.

Noch deutlicher wird heute aber die Onlineausgabe des Spiegels die ja allgemein eher eine Internet-freundliche Position einnimmt. Dort berichtet man über drei Seiten über den Widerstand der sich im Netz formiert. Und darüber wie unangenehm er für die Parteien werden kann. Vorausgesetzt sie zählen die Netzgemeinde zu ihren Wählern. Ein Umstand der auf Seiten der CDU/CSU sicherlich getrost ignoriert werden kann. Aber mit einem haben die Autoren sicherlich recht: Wir sind gebildet, wir lieben die demokratische Freiheit und das Internet. Folglich sind wir mit dem Wissen ausgestattet wie wir jedes Gesetz im Rahmen unserer freiheitlichen Rechte so massiv wie nur irgendwie möglich angehen können. Und es wird sich die "Masse" finden um diesem Begehren eine entsprechende Basis zu geben.
Aber wie auch immer... es ist löblich von den Parteien eine klare Stellung zu beziehen, auch wenn das bedeutet das sie ihre eigenen Leute an die Leine nehmen müssen. Aber sie sollten sich auch sehr bewusst sein, das jede ihrer Aussagen für immer im Netz konserviert ist und bei Bedarf binnen kürzester Zeit wieder hervorgeholt werden kann.

Und während man sich dort um die Rolle der Opposition bemüht, sollte man auf der anderen Seite mal Leuten zuhören die sich mit gewissen Themen wirklich auskennen. Deswegen hier mal ein Link zum Interview des ZDF mit einem ehemaligen Bundesverfassungsrichter. Durchaus aufschlussreich wie ich finde. Und es wird deutlich das es nicht das Kernthema ist das kritisiert wird, sondern die Art und Weise wie damit umgegangen wird. Und es wird klar das (nach Meinung dieses Experten) der Staat nicht mehr weiß wann er überhaupt über die Befugnis verfügt, ein Gesetz zu verabschieden. Eine deutlichere Bescheinigung von Unfähigkeit ist kaum noch denkbar. Höchsten von einem aktuellem Bundesverfassungsrichter.

Mit diesen Worten verabschiede mich...

SEETHER
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16
Jul
2009

Unsinniges...

Ja ja... das Internet ist schon was tolles. Es ist so leicht und billig seine Texte zu verbreiten, das auch SPIEGEL-ONLINE nicht davor zurück schreckt, den größten Blödsinn zu verbreiten. Über volle zwei Seiten lässt man sich heute über die Schambehaarung der Deutschen aus. Ja ja, zwei Seiten. In der Rubrik "Wissenschaft". Da steht dann zum Beispiel zu lesen, das der Trend zur Intimfrisur bei jungen Frauen "neu" wäre. Na ja... ich will das mal zu Debatte stellen. Wenn man über 10 Jahre als "neu" bezeichnen will ist das allerdings okay...
Aber auch die psychologischen Hintergründe kommen im Text nicht zu kurz. Worte wie "kindlich" und "infantil" kriegt man dort zu lesen. Oder als Gegenthese: "soviel Selbstbewusstsein das sie [die Frau] die Scham offen tragen kann...". Ähh, ja. Is klar.

Aber noch besser werden die "Folgen" des "Trends" beleuchtet, und zeichnen das Bild einer perversen und / oder verlorenen Jugend mit einem völlig zerstörten Selbstbild. Und natürlich ist ausnahmslos die Wirtschaft daran schuld. Immerhin fördert sie den "Trend" um viele Millionen Euro zu verdienen.
Schöne finde ich auch diesen Satz:
"Nun beschäftigen sich allerdings schon Kinder und Jugendliche ernsthaft mit dem Thema Intimrasur."
Na ja... auch Kinder und Jugendliche kommen irgendwann in das Alter in dem sie Sex haben. Und gewissen Gerüchten zufolge auch immer früher. Wobei es genug Statistiken gibt die das Gegenteil beweisen...
Noch besser wird die ganze Nummer allerdings als es weg geht von der Intimrasur, hin zum "Design" von Schamlippen. Wow... Ich hätte nicht gedacht das darüber ernsthaft philosophiert wird!

Wie auch immer. Angesichts des Umstandes das dieser "Artikel" anscheinend der Printausgabe entnommen wurde, gibt es nichts mehr dazu zu sagen! Außer vielleicht einer kleinen Randnotiz: Kann es eigentlich auch Themen geben die eindeutig überbewertet werden???

SEETHER
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9
Jul
2009

Emule? Torrent? Amazon?

Nabend auch...

Gerade kaufte ich eine MP3 von Amazon und verkündete sogleich meine Freude über dieses Angebot meines Lieblings-Onlinebuchhändlers. *g* Nur um direkt darauf hingewiesen zu werden das ich davon doch mal erzählen sollte. Okay, mache ich glatt...
Also, bei Amazon kann man jetzt MP3s kaufen. Man sucht sich das Album raus - guckt aufmerksam, klickt auf MP3, wählt den Song aus und kauft für unter einen 1 Euro. Wer weiterhin aufmerksam mit liest wird feststellen das der Downloader von Amazon keineswegs notwendig ist. Der Browser kann das abholen vom Server bei einzelnen Songs ebenso gut erledigen.
Nur wer ein ganzes Album kauft sollte auf das kleine Tool zurückgreifen.

Die Songs kommen als VBR MP3. Bedeutet so viel wie das die Songs nicht stur mit 192kb gerippt sind (was eigentlich üblich ist), sondern die Bitrate schwangt. Dadurch ist sie bei Stellen an denen es wichtig ist, besonders hoch - hingegen in ruhigen oder einfachen Passagen sehr niedrig. In der Regel wirkt sich das positiv auf die Gesamtgröße der Datei aus. Auch wenn es ein bisschen mehr vom Player abverlangt.

An der Qualität der Songs besteht kein Zweifel! Besser könnte es meine Anlage auch von CD nicht wiedergeben.

Vorteilhaft ist auch die schiere Größe der Amazon Datenbank. Bisher habe ich jeden Song dort finden können der mir eingefallen ist.

Natürlich würde es mir im Leben nicht einfallen den Erwerb als MP3 dem eine CD vorzuziehen. Aber gerade für Bands die in meinen Augen (Ohren) nur einen Song haben der mich interessiert, ist das eine wunderbare Alternative zu den üblichen Bezugsquellen:

- Es ist legal
- Es ist legal!!!
- Es geht schneller
- Es ist legal!!!!
- Die Qualität ist in der Regel besser
- Ich weiß was ich kriege
- Es ist legal!!!!!!!!!

Nicht ganz unwichtig für mich: DRM. Hier gibt es keins. Die Lieder kommen als stinknormale MP3. Ich will nicht verschweigen das die Dateien unter Umständen (sehr wahrscheinlich) ein Wasserzeichen tragen das mich identifizieren könnte... Aber da meine Sammlung nie das "Licht des Internets" sehen wird, kann mir das relativ egal sein.

Ganz klar gibt es hierfür ein klares JA! Endlich kann ich mir ohne Probleme die vielen vielen einzelnen Songs besorgen die ich schon immer haben wollte... Und das ohne meine Seele an Apple oder den Staatsanwalt verkaufen zu müssen.

Und überhaupt, kann man eigentlich noch Bücher bei Amazon kaufen???

SEETHER
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17
Apr
2009

[X] mind

LIZENZ

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