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Allgemeines

7
Nov
2009

Eine merkwürdige Geschichte

Nachdem auch die Massenmedien über den Fall berichtet haben, darf ich wohl davon ausgehen das jeder weiß was bei dem Vorfall rund um "SchülerVZ" passiert ist...
Der in diesem Zusammenhang verhaftete 20jährige hatte sich ja ein paar Tage später in der Untersuchungshaft erhängt. Jetzt kommen Fragen auf, die die Rechtfertigung für eine Inhaftierung in einem anderen Licht erscheinen lassen. So ist ein Log eines Chats aufgetaucht das anscheinend "beweist" das die VZ-Betreiber zuerst das Thema Geld auf den Tisch gebracht haben.
Wer da mehr zu lesen will:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,659890,00.html

http://www.netzpolitik.org/2009/spiegel-story-ueber-schuelervz-selbstmord-vorab-bei-heise-online/
Ich will das mal kurz kommentieren:
Ja, ich glaube allerdings das die VZ-Betreiber hier von sich aus Geld geboten haben. Das Verheimlichen von Sicherheitslücken die einen derartigen Imageverlust mit sich bringen, sind kommerziellen Anbietern sicherlich einiges wert.
Und auch wenn es nach Verschwörungstheorie klingt: Ich glaube auch das die VZ-Betreiber nach den vermutlich gescheiterten Verhandlungen von sich aus die Polizei gerufen haben um den unwilligen "Hacker" auf diese Art zu entsorgen. Welch ein Glücksfall das diese "Entsorgung" nun so entgültig ist...


Exit - ich respektiere die selbstgewählten Namen - war mit seiner Persönlichkeitsstörung sicherlich ein unbequemer "Verhandlungspartner". Keinesfalls war er aber eine wirkliche Bedrohung für die VZs. Diese Inhaftierung war sicherlich nicht bis ins letzte Detail gerechtfertigt. Und die Geschichte die gesponnen wurde um eine peinliche und absolut selbst gemachte Lücke unter den Tisch fallen zu lassen, hat in letzter Konsequenz vielleicht einem Menschen das Leben gekostet.
Ja, es gibt eine Menge Gründe für mich die VZs und ähnliche Datensammelpools lediglich zu einem Zweck zu benutzen: Das ermitteln von ansonsten schwer zugänglichen Daten. Keinesfalls würde ich den Betreiber mit meinen echten Daten oder gar mit der Zweckmäßigen Benutzung solcher Portale einen (wirtschaftlichen) Gefallen tun.
Und heute Abend ist ein weiterer guter Grund hinzu gekommen...

SEETHER
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29
Okt
2009

Neues vom sezierten VZ

Mir ist heute eine Mail zugeschickt worden, die Auszüge aus den "MeinVZ-Sicherheitsmaßnahmen" enthält.
Die gute Nachricht vorweg: Alles wird gut...

Aber wie immer gibt es auch eine schlechte... Sicherlich werden jetzt eine Menge Leute Zuhause sitzen und daran arbeiten die neuen "Maßnahmen" zu umgehen. Mal ganz davon abgesehen das diese Maßnahmen schon vor Jahren hätten eingesetzt werden müssen.
Darüber hinaus begibt sich der Betreiber auf rechtlich dünnes Eis wenn er die IPs der Benutzer speichert. Irgendwann habe ich mal gelesen das das auch nicht ohne weiteres erlaubt ist... Mal ganz davon abgesehen das es völliger Blödsinn ist. Welcher Normal-User könnte mit einer IP etwas anfangen wenn er sie neben einem Anmeldedatum entdeckt an dem er selbst sicherlich nicht online war? Mal abgesehen davon das man keinerlei rechtliche Handhabe hat um an die Adresse hinter der IP zu kommen. Und überhaupt, in Zeiten von Routern wissen 99 % der Benutzer nicht mal ihre eigene IP.

Und der "Schutz" vor dem Übernehmen eines Session-Cookies dürfte mehr nervig als nützlich sein. Ich kann mir nur vorstellen das man das anhand der IP macht. Ändert sich die IP innerhalb der "Time-to-live" des Cookies, wird man rausgeschmissen. Als Kunde der Telekom in Deutschland erfolgt die Zwangstrennung nach 24 Stunden. Diverse Ausfälle die zur Zuteilung einer neuen IP führen nicht einkalkuliert...

Aber immerhin hat man sich jetzt dann doch mal dazu herab gelassen, den Schutz der User-Daten wenigstens auf ein halbwegs akzeptables Maß anzuheben. Das ist ja schon mal was. Nur sollte man sich seitens der Betreiber viel Zeit zum testen nehmen! Noch so eine Nummer würde richtig peinlich werden...

SEETHER
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28
Okt
2009

Wie man ein VZ seziert...

Ja ja... so ist das mit der modernen Technik: Man kann bequem nach Leuten in seinem Social-Network suchen... die Menschen finden die genauso alt sind, die nicht in einer Beziehung stecken, die unter 14 sind und in einer beliebigen Stadt wohnen... Das kann man alles schön der Reihe nach machen.
Oder man versteht sich ein bisschen aufs Programmieren und schreibt in zehn Minuten ein Script das all diese Parameter in wenigen Minuten tausendfach abfragt.

So geschehen in den letzten Tagen beim Netzwerk SchülerVZ. Im Moment kommen täglich neue Meldungen über Datensätze die entgegen der Verlautbarungen der Betreiber, von dritten auslesbar waren. Und das in beachtlichen Ausmaßen...
Bisher bis auf einen Fall alles sogenannte Proof-of-concept Geschichten. Man macht es weil man es kann und beweisen will das die Betreiber mit ihren Statements im besten Fall unrecht haben, im zweifelsfall sogar lügen.
Im Fall von SchülerVZ ist das deshalb so tragisch, weil die User ausnahmslos jung sind. Das liegt in der Natur der Sache. Der Fall zeigt einfach deutlich das Kinder auch in (mutmaßlich) geschützten Bereichen keinesfalls "sicher" sind. Und es zeigt das wir einfach deutlich mehr Aufklärungsarbeit in Deutschland leisten müssen. Die Leute dürfen einfach nicht mit dieser Selbstverständlichkeit jedem daher gelaufenen Anbieter alles glauben. Wenn mir heute einer sagt, meine Daten wären bei ihm definitiv sicher, so kann ich eigentlich nur müde darüber lächeln. Wenn es sich dann aber noch zeigt das ich belogen werde (gelöschte Fotos sind im nachhinein noch aufrufbar), dann hört der Spaß auf.
Und an der Stelle ist der Gesetzgeber gefordert. Offensichtlich gibt es auf Seiten der Betreiber noch nicht genug Anreiz, sich um den Datenschutz entsprechend zu bemühen.

Allerdings verstehe ich auch die Leute nicht, die der ganzen Welt mitteilen wer sie sind, was sie gerne essen, wo sie wohnen, wann sie das erste Mal Sex hatten (oder ob überhaupt), ob sie in einer Beziehung sind, wen sie mögen, wen sie doof finden, wer ihr Lehrer ist, was für Noten sie haben, auf welchen Schulen sie waren... bla bla bla. Warum macht man das? Es gibt in meinen Augen nicht mal einen wirklich halbwegs guten Grund dafür. Wenn mich hier jemand verbessern kann oder will, nur raus damit. Aber das müssen schon sehr gute Gründe sein...
Beispielsweise mein "liebstes" VZ: StudiVZ. Dort trifft man ja jeden... Nur an Studenten mangelt es erheblich! Irgendwie dichtet sich plötzlich jeder eine Karriere an irgendeiner Uni zusammen... und warum verstößt er wissentlich gegen die AGBs? Weil er mit Leuten in Kontakt bleiben will... Kann denn heute keiner mehr ein Telefon bedienen? Oder ne Mail schreiben??? Nein, lieber schreibt man sich irgendwelchen Blödsinn auf ne virtuelle Pinwand. Oder man tut das was anscheinend evolutionär beim Menschen bedingt ist: Man tratscht. Ätzend!
"Hast du schon gesehen - der hat den und den auf seiner Freundesliste!"
Gehts denn noch? Es hält sich ja auch standhaft das Gerücht das Menschen via VZ eine Beziehung beenden in dem sie ihren "Status" von "vergeben" auf "Single" setzen... Ich kann das leider nicht ausschließen. Aber ich finde es erschreckend. Andererseits ist es vielleicht nur konsequent. Man hat kein reales Leben mehr, keine Kontakte zu Menschen die nicht auch irgendwo vor einem anderen Rechner sitzen... warum dann mit dem Typen den man wahrscheinlich auch im VZ kennengelernt hat, nicht auch auf diesem Weg Schluss machen?!

Na ja... Soll nicht mein Problem sein. Sollte ich mal über solche Daten stolpern, werde ich ein paar Mails mit Mitleidsbekundungen losschicken. Und hoffen das die wirklich bösen Jungs nicht so klug und schnell sind wie die weniger bösen. Ansonsten schwirren nämlich viele Mailadressen von Minderjährigen im Netz herum. Schön sortiert nach Städten oder Alter...

SEETHER
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18
Okt
2009

Das Wort zum Sonntag...

Oh, ich hoffe das ich mit dieser Headline nicht gegen irgendwelche Copyrights verstoße. So was wird im Moment mitunter aggressiv verfolgt...

Aber von solchen Ängsten lasse ich mir nicht den tiefen-entspannten Sonntag Morgen versauen. Ich sitze hier mit einer Tasse Kaffee in der Küche, lausche dem "sanften" Geklapper von Geschirr das von einem Ort zum anderen geräumt wird und gucke dabei aus dem Fenster. Ja - mitunter kann ich auch auf meinen Notebook blind tippen. ; )
Alles in allem ist meine Tätigkeit im Moment mit Twittern zu vergleiche. Vielleicht versorge ich euch die nächsten Stunden mit Unwichtigkeiten wie:
"Grade habe ich einen Schluck Kaffee getrunken und danach an einer Zigarette gezogen..."
Ich habe ja nie verstanden was die Menschen an Twitter finden.

Da aber das Verkünden von momentanen Beschäftigungen nicht alles im Leben sein kann, nutze ich die Zeit am Sonntag Morgen auch mal gerne mit der "Suche" nach Tools die mir das Leben leichter machen. Erwähnenswert sind da heute eindeutig diese beiden: Ersteres schafft es, im laufenden Betrieb ein Image des Systems anzulegen. Darüber hinaus kann es auch virtuelle Maschinen sichern. Alles was der Mensch so braucht um glücklich zu sein. Wenn es nach mir geht... Ich benutze meist ACRONIS 09 fürs erstellen von Images. CD einlegen, Rechner von CD starten und abwarten. Klar, die Features die ACRONIS noch so mitbringt sind nicht schlecht. Ändern der Partitionen (gerade interessant wenn man auf eine größere Platte umzieht) etc. Aber das System im laufenden Betrieb zu sichern ist gerade bei einem Server von großer Wichtigkeit. ; ) Außerdem ist Snapshot einfach nur wahnsinnig schnell...

BartsPE hingegen ist das Allround-Talent wenn es darum geht irgendwelche Userprobleme aus der Welt zu schaffen. Wenn das Tuningtool (TuneUp z.B.) mal wieder automatisiert die Registry zerschossen hat und der Rechner nicht mehr hoch kommt, greife ich gerne auf BartsPE zurück um einfach ohne rumbauen an der Hardware die Sicherung der Registry zurück zu spielen. Komfortabler geht es kaum. Und das ganze natürlich umsonst... *g*

Vielleicht füge ich auch noch das SQL-Skript hinzu, das meiner Meinung nach daran beteiligt war, einen großen Datensatz bei SchülerVZ auszulesen. Ob die Betreiber der VZ's wohl irgendwann mal damit raus rücken werden, was zum Henker sie dazu getrieben hat ihre Datenbanken nicht vernünftig zu verschließen? Wahrscheinlich waren sie so mit dem SQL-Injektion beschäftigt, das sie sich um "normale" Abfragen gar nicht mehr gekümmert haben. Dumm nur für die User.
Ebenso dumm die Sache mit den Bildern. Es gibt ja anscheinend Hinweise darauf das gelöschte Bilder auf den Servern des Betreibers verbleiben. Was noch dadurch verschlimmert wird das diese Bilder anscheinend auch noch aufrufbar sind. Das sollte durchaus mal von einem Rechtsanwalt geprüft werden. Immerhin würde ein solcher Vorgang wenigstens gegen die AGBs verstoßen.

Na ja... letztlich alles nichts weltbewegendes... Wenigstens solange man keine peinliche Bilder bei SchülerVZ hat. ; )
Die "Ergebnisse" der Koalitionsverhandlungen hingegen, sind da schon ne andere Hausnummer. Den Meldungen nach hat sich die FDP durchgesetzt und die Websperren wenigstens für ein Jahr ausgesetzt. Jetzt kommt in mir die Frage auf: Ist das wirklich ein Erfolg?
Die nächsten 12 Monate soll das BKA versuchen, "sperrwürdige" Seiten löschen zu lassen. Diese Maßnahme wird dann überprüft um zu entscheiden ob eine Sperrung wie ursprünglich geplant, eigentlich notwendig ist. Grundsätzlich ja die absolut richtige Herangehensweise. Aber was nutzt es wenn ich folgendes Szenario zeichne:

In einem Jahr kann sich der durchschnittliche Bürger nicht mehr daran erinnern was eigentlich mit Websperren gemeint war. Außerdem wird es zum entsprechenden Zeitraum sicherlich eine Medienkampagne geben die die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zieht, so das die Überprüfung der Allgemeinheit eher entgeht. Zuletzt wird die Überprüfung wahrscheinlich ergeben, das das Abschalten der Sites einen nicht vertretbaren Arbeitsaufwand bedeuten und die Server eh alle in "Schurkenstaaten" stehen und dort nicht von der deutschen Justiz beeinflusst werden können. Und auf diesem Weg werden die Sperren ohne großes öffentliches Aufsehen etabliert. Nicht im Rahmen des Wahlkampfes wie von Hr. Schäuble angedeutet, sondern still und heimlich. Und man hat ein Jahr Zeit, sich wirklich auf die gerichtlichen Auseinandersetzungen vorzubereiten. So das die Sache dann Wasserdicht ist...
Um ehrlich zu sein - mir wäre es lieber gewesen wir hätten das Thema jetzt ausdiskutiert...

Und mit diesen Worten wünsche ich euch einen angenehmen Sonntag.

SEETHER
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15
Okt
2009

Windows 7 - eine erste, finale Erfahrung...

Guten Abend zusammen...

Ich will und kann euch nicht vorenthalten was ich hier tue. Da mein Lieblings-Onlineversandhändlicher so frei war mein Windows 7 knapp eine Woche vor Verkaufsstart auszuliefern, sitze ich hier seit geraumer Zeit und installiere so still vor mich hin.

Das ich dabei "still" bin, darf oder muss sogar, also sehr gutes Zeichen gewertet werden! Eine Installation unter Windows XP hat mir in der Regel den letzten Nerv geraubt. Entweder war die Hardware zu alt, zu unbekannt oder zu neu.
Anders hingegen Win 7. Aber ich sammel mal kurz alles was mir positives aufgefallen ist:
  • Sehr einfacher Installationsvorgang
  • Ungemein schnelle Installation (knapp 30 Minuten in etwa)
  • Keine weitere Treiberinstallation notwendig (wobei sich das noch raus stellen muss - aber es wurde keine Hardware als unbekannt deklariert)
  • absolut lauffähiges System nach der Installation
Und so weiter und so weiter. Ich könnte mich noch ne Weile in technischen Details verlieren und beisp. darüber referieren welche Dienste ich abschalten konnte ohne das ich neu installieren musste. ; )
Ich kann es aber auch lassen...

Jetzt kannte ich bereits die Win 7 Release Candidate Version die als Update von Vista auf meinem Notebook gelandet ist. Dazu sei gesagt: Sie wurde vor kurzem durch Windows XP ersetzt - und das mit Recht!
Aber es scheint sich zwischen dem RC und der Finalen Version doch noch was getan zu haben. Sehr zu meiner Freude. Eigentlich war ich ja immer der Meinung das man sich kein Betriebssystem von MS vor dem ersten Service Pack holen sollte (hier sprechen meine Erfahrungen mit ME)... Aber nach diesem ersten Abend bin ich gewillt meine Meinung unter Umständen ein bisschen zu revidieren. Klar, alles ist ungewohnt, man findet nicht das was man sucht und man muss plötzlich anfangen zu lesen... Aber das sind Details an die ich mich gewöhnen werde. Letztlich hatte ich noch nie in so kurzer Zeit ein dermaßen schnelles und stabiles System wie das jetzige.

Was die nächsten Tage bringen, weiß ich noch nicht. Vermutlich werde ich viel Zeit mit der Suche nach x64 Programmen verbringen - wollte ich doch letztlich ganz modern sein und auch noch ein 64Bit Betriebssystem haben. Hab ich jetzt auch... mit einem, allem Anschein nach brauchbaren Kompatiblitätsmodus. Wie sich heute Abend nämlich raus stellte, gibt es noch diverse Software die nichts mit der 64Bit Technik am Hut hat. Selbst Firmen wie AVM (Fritz!) hinken da ein wenig der Zeit hinterher. Aber auch das wird sich geben. Diesmal wirklich! ; )

Na ja, ich werde mal versuchen darüber nachzudenken was ich wohl vor vier Stunden noch für Programme hatte...

Eine angenehme Nacht und ein schönes Wochenende euch.

SEETHER
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9
Okt
2009

Zur Lage der Welt...

... gibt es mal wieder nichts zu sagen. Klar, man könnte eine Menge schlechtes erzählen, aber man soll sich ja nicht immer nur mit den negativen Dingen den Lebens beschäftigen.
Die positiven Meldungen haben sich in letzter Zeit eher rah gemacht. Das ist bedauerlich aber auch nicht zu ändern. Die sonst hier hart umkämpften Fronten wie staatliche Überwachung etc. sind eher ereignislos. Zwar geht im Moment ein Gerichtsurteil durch die Blogwelt (und mittlerweile auch durch die Medien) in dem es heißt das das BKA bisweilen keine Sperrlisten an die Provider raus geben dürfte. Heute las ich allerdings eine andere Interpretation. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist nur ein Statement der EU bezüglich des Sperrgesetzes: Angeblich würde man keine Einwände erheben. Welch Überraschung. Es hängt also alles an der FDP... man, wer hätte gedacht das ich das mal sagen werde?! Ich gehe nicht davon aus das die FDP die Union dazu bekommt das Gesetz wieder zurück zu nehmen. Aber gespannt bin ich darauf wie sie ihren Eintritt in die Koalition vertreten wird obwohl sie bei einem der "wichtigsten" Punkte ihres Wahlprogrammes ein Zugeständnis machen musste... Wir werden sehen.

An der ALICE-Front gibt es auch nichts neues. Mein Konzept mit dem Router ist aufgegangen und ich habe das System so wie ich es ursprünglich mal geplant hatte. Nur das ich jetzt ne FritzBox 3170 über habe...
Hierzu aber mal ein Hinweis: Ich las voller Frustration mal die AGBs von ALICE. Da wird einem zugesichert das jeder 16.000 Anschluss eine Bandbreite zwischen 5000 und 16.000 Kilobit erreicht. Da wollte wohl jemand auf Nummer sicher gehen. ; )
Ich hingegen habe mal die Telekom damit beauftragt bei mir Zuhause 16.000 zu schalten. Irgendwas sagt mit, das sie das annähernd erreichen werden. Also nochmal der Tipp: Gebt ruhig 10 Euro mehr im Monat aus. Unterm Strich rechnet sich das!

Na ja... ich könnte mich jetzt noch darüber auslassen das der Akku meines Notebooks eine wesentlich kürzere Laufzeit unter Windows XP als mit Win 7 hat. Aber interessiert das jemanden?

Einen angenehmen Tag euch da draußen.

SEETHER
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26
Aug
2009

Schönes amtliches Deutschland...

Ich beziehe mich auf DIESEN Beitrag bei "evil daystar" der mich doch (und das um diese Uhrzeit) ziemlich bewegt. Aber bevor ich mich dazu äußere, erkläre ich kurz die Geschichte die auch in diesem Video gezeigt wird.

Da gibt es eine Frau die seit Jahren Arbeitslos ist. Sie scheint nicht übermäßig gebildet zu sein, macht aber keinen dummen Eindruck. Sie gehört zur "typischen" deutschen Arbeiterklasse wie man sie täglich in Talkshows sehen kann.
Jetzt kam die ARGE auf den Gedanken, ihre "Konkurrenzfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt" durch einen psychologischen Test auf die Probe zu stellen. Wie für die ARGE typisch, bekam die Dame anschließend kein Statement zu diesem Test.
Nach einiger Zeit erreichte sie dann ein Schreiben in dem ihr der Ärztliche Dienst der ARGE mitteilte das sie ab sofort als "geistig Behindert" gilt. Wohlgemerkt mit folgendem Verweis: "Nach Aktenlage"

Natürlich ist es so, das sich die ARGE nicht um geistig Behindert kümmern kann und sie schnellstmöglich in eine spezielle Behindertenwerkstatt abschiebt. Das hat auch ganz nebenbei den Vorteil das solche Leute aus einem anderen Topf bezahlt werden und aus der Statistik der Arbeitslosen herausfallen.
Aus Sicht der ARGE eine prima Sache.

Nun kann ich aus eigener Erfahrung sagen, das es in Wirklichkeit mindestens genauso schlimm ist wie im Video geschildert. Ich habe mal einen ähnlichen Test machen müssen (es ging um die Feststellung ob ich für einen bestimmten Beruf tauglich bin). Mein "Fallmanager" bei der ARGE (in meinem Fall eine Optionskommune), wohlgemerkt ein paar Jahre jünger als ich, sah sich nicht mal genötigt mir das Gutachten vor Ort auszuhändigen mit dem Verweis darauf das ich wohl nicht stabil genug sei. Statt mich selbst lesen zu lassen, hat er dann einige Passagen vorgelesen.
Und auch die Abschiebeversuche in eine Behindertenwerkstatt kenne ich. Und obwohl ich diese Maßnahme begründet abgelehnt habe, strich man mir für drei Monate komplett das Geld.
Das sind nur zwei meiner Erlebnisse. Aber es sind diese Erlebnisse die mir in den Kopf kommen wenn ich solche Geschichten sehe.

Oh ja... wir haben in Deutschland eine Menge Probleme. Vielleicht lassen sich bei der Wahl ja wenigstens ein paar lösen.

SEETHER
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21
Aug
2009

Mal ganz andere Erklärungen!

Nein, keine Sorge! Keine Politik, keine "philosophischen" Theorien über die soziokulturelle Entwicklung unserer Gesellschaft.

Im Rahmen meine Urlaubs habe ich mal wieder Zeit gefunden auch die Artikel zu lesen die ich sonst aufgrund der zugeordneten Priorität auf die Liste "Lesenswert muss aber noch warten" setze. Diese Liste hat mittlerweile Ausmaße angenommen das sie für mich selbst nicht mehr überschaubar ist.

Um so erstaunlicher ist es, wenn ich dann halt doch mal einen solchen Artikel lese. Heute war so ein Tag und natürlich will ich niemanden vorenthalten was ich da gefunden habe.
Es geht um eines meiner Lieblingsthemen neben Computern, Politik und diversen anderen Sachen: Wünschelrutengänger / Elektrosmog / alternative Medizin / Parawissenschaft.

Ja wirklich, ich stehe drauf! Besondern wenn, den Naturwissenschaften zugehörige Menschen (im konkreten Beispiel ein HNO-Arzt), mir erzählen das sie aufgrund von Studien (die natürlich nicht mehr benannt werden konnten) viel Geld für Fasermatten ausgegeben haben, die jetzt die Stromleitungen umwickeln und so die Familie vor den gefährlichen (Achtung Zitat) "magnetischen Feldern" schützen.
Quasi als Hobby (ich habe sonst ja auch nichts zu tun) habe ich mich mal mehr oder weniger eingehend mit dem Thema beschäftigt. Eine Sache ist mir dabei immer wieder aufgefallen: Der blinde Glauben beider Lager an Statistiken. In der Regel solche die hinterher in die Kategorie: "Habe ich mal gelesen, weiß aber nicht mehr wo"- fallen.

Aber gut, erstmal zu dem Artikel von heute Morgen. Die Onlineausgabe der ZEIT veröffentlichte diesen Beitrag. Darin geht es um einen "Wettbewerb" der zum Ziel hat, unter wissenschaftlichen Bedingungen einen Behälter mit Wasser unter vielen anderen Behältern aufzufinden. Als Preisgeld gibt es 10000 Euro für denjenigen der es schafft, die durchaus fairen Wettbewerbsbedingungen zu erfüllen. Vorab - bisher hat es niemand geschafft. Trotzdem ist der Artikel nicht grundsätzlich negativ sondern beschäftigt sich eingehend mit einem Mann der fest an das glaubt was er tut. Auch wenn er, wie eingangs erwähnt, nicht unter wissenschaftlichen Bedingungen beweisen kann.
Im Laufe des Artikels ist von einem "Wasservitalisierer" die Rede. Da ich keine Ahnung hatte was zum Henker damit gemeint sein könnte, habe ich mal Google bemüht und wurde sofort fündig. Gemeint ist ein "Gerät" das als "Aqua-Power-Joint" bezeichnet wird. Bei einem Anschaffungspreis jenseits der 200 Euro fragt man natürlich nach guten Argumenten für den Kauf. Die liefert einem die Website natürlich promt. Besonders interessant finde ich direkt ganz oben die Aussagen das das Wasser "[...] weicher im Geschmack" wird. Hmmm... ganz subjektiv würde ich mal feststellen das Wasser gar keinen Geschmack hat. Aber wenn interessiert schon mein subjektiver Eindruck? Fragen wir Wikipedia. Ja, dachte ich es mir doch.
Und überhaupt, was mag "rechtsdrehendens Wasser" sein? Ich kenne Jogurt dem etwas derartiges nachgesagt wird. Aber dabei handelt es sich um Pilzkulturen wenn ich mich nicht sehr täusche. Aber haben Moleküle auch eine Drehrichtung? Und verändert die sich im Wasser wenn es durch Leitungen gepresst wird? Fragen die ich auch nach Stunden der Recherche nicht klären konnte. In den Kreisen der Befürworter wird der Rechtsdrall des Wassers einfach vorausgesetzt. Eine einleuchtende Erklärung konnte ich nicht finden. Im wissenschaftlichen Lager will man von verschiedenen Drehrichtungen nichts wissen. Es wird aber noch mystischer! In dieser PDF finde ich die Aussage, das es sich bei den Drehrichtungen weder um den Spin der Teilchen handelt, noch um die Drehrichtung im Abfluss. Hier spricht man davon das das Pendel (beim Auspendeln) mit einer linksgerichteten Drehung eine negative Eigenschaft für den Menschen beschreibt. AH! Das klingt irgendwie nicht einheitlich.

Also schieben wir dieses durchaus nicht uninteressante Thema erstmal beiseite und sehen uns etwas anderes, wahnsinnig interessantes an. Wasser als Informationsspeicher! Wow! Davon habe ich sogar schon mal vor Jahren gelesen. Nach dieser These merkt sich Wasser was so mit ihm passiert. Wird es zum Beispiel mit Gift versetzt und anschließend wieder gefiltert, so kann es selbst im bereinigten Zustand noch Schaden anrichten weil es ja noch weiß das es mal mit Gift in Kontakt kam... Ok, hier endet meine Toleranz aber schlagartig! Ein Sauerstoffatom verbindet sich mit zwei Wasserstoffatomen und bildet damit ein Molekül. Dieses ist recht motiviert wenn es darum geht sich mit seinen Artgenossen zu verbinden. So entsteht schnell eine Kette die in ihrer Festigkeit gerade zu ideal ist. Und tada, wir haben Wasser. Wasser hat viele sehr einzigartige Eigenschaften. Ein davon ist halt die Festigkeit der Molekülkette. Trotzdem zerreißt diese Kette ständig und organisiert sich neu. Ich muss mich deswegen ernsthaft fragen, wo da der Platz für "Erinnerungen" sein soll? Wahrscheinlich ist das auch nur einer von vielen Gründen warum diese These ebenso wenig bewiesen ist wie die Nummer mit der Drehrichtung. Was auch immer damit letztlich gemeint sein mag.

Am Schluss meiner kurzen Recherche und des Artikels bleibt folgende Erkenntnis: Nichts davon kann unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten erwiesen werden. Es gibt aber gerade was die Arbeiten mit Wünschelruten und ähnlichen Werkzeugen angeht, jede Menge Thesen die eher bei der Psychologie der Benutzer ansetzen. Zurecht!

Aber natürlich will ich diesen Beitrag nicht ohne ein weiteres Wort zum Thema Studien abschließen. Man kann dazu unheimlich viel sagen, oder schlicht nichts. Es geht dann um so spannende Themen wie "Statistische Signifikanz" (ich empfehle unbedingt diesen Link aufmerksam zu lesen!). Kurzum bleibt wohl die Erkenntnis: Es gibt kaum eine Studie der man blind glauben darf! Trotzdem sind sie eine gute Informationsquelle wenn man gewisse Vorbehalte IMMER im Kopf behält. So muss man sich bewusst sein das das meiste das man über Studien liest, reine Interpretationen sind. Wenn irgendwo das "Ergebnis" einer Studie wiedergegeben wird, handelt es sich in der Regel um eine Interpretation des Verfassers des Artikels. Beweist eine Studie das die Wahrscheinlichkeit an Leukämie zu erkannten, durch das Vorhandensein von starken Sendeanlagen nicht erhöht wird, so ist das erstmal nichts weiter als eine Interpretation. Hier ein Beispiel. Wir erfahren im Beispiel nichts über die tatsächlichen Verhältnisse zwischen den Gruppen. Stammen die gesunden Probanden ebenfalls aus Bereichen einer Sendeanlage oder ist es eine durchschnittliche Kontrollgruppe? Wie nahe haben die Erkrankten Kinder wirklich an der Sendeanlage gewohnt?
Hier gibt es aus der gleichen Quelle ein schönes Beispiel für das was der oben erwähnte Arzt zu mir meinte. Auffällig an dieser Interpretation der Studie ist der Umstand, das der Leser überhaupt nicht mit wissenschaftlichen Details belästigt wird. Die sind aber bei dem Thema nicht ganz unwichtig. So entsteht bei einer Stromleitung auf der eine Spannung anliegt, aber kein Strom fließt, das genannte magnetische Feld. Sobald ein Verbraucher angeschlossen wird, entsteht aber elektromagnetisches Feld. Das ist, physikalisch betrachtet schon ein bisschen was anderes als ein reines Magnetfeld. Interessant ist auch, das dem Magnetfeld im Allgemeinen eigentliche eine positive Wirkung nachgesagt wird. So kann man bei vielen Ärzten für viel Geld eine Magnetfeldtherapie machen, oder im Teleshopping für ähnlich viel Geld Armringe kaufen die mit Magneten ausgestattet sind.
Aber halten wir uns nicht mit Details auf. Wir können an diesem Beispiel sehen das wir in der Regel eben nicht genug Informationen kriegen um die Studie in ihrem ganzen Ausmaß zu begreifen. Wir können nicht für uns selbst Rückschlüsse herleiten sondern müssen mit dem leben was uns (in der Regel) die Presse zur Verfügung stellt. Und dessen muss man sich bewusst sein!!! Und aufgrund dieses Artikels würde ich nicht viele hundert Euro für Fasermatten ausgeben die aufgrund ihrer Struktur magnetische Felder neutralisieren sollen.

Ein bisschen Skepsis und nachdenken scheint in vielen Bereichen durchaus hilfreich zu sein.

SEETHER
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19
Aug
2009

In die richtige Richtung?!

Im Urlaub verhält sich Zeit mehr als relativ. Die letzten Tage neigte sie eher zum spontanen verschwinden, wohingegen sie heute ausgesprochen ausdauernd an meiner Seite weilt. Deswegen will ich sie mal nutzen um einen ganz langen, sehr spekulativen und teils philosophischen Eintrag zu schreiben...

Ich beobachte in den letzten Tagen vermehrt eine bedenkliche Entwicklung im Netz. Der Wahlkampf polarisiert immer mehr. Die Parteien neigen immer mehr zu öffentlichen Äußerungen und ziehen mitunter so natürlich viel mehr Aufmerksamkeit aus dem Netz auf sich, als das sonst der Fall wäre. Dazu kommt eine eh schon gesteigerte Sensibilität gegen einige Parteien im besonderen.
Jetzt passiert folgende: Während in irgendwelchen TV-Sendungen nur ausgewählte Fragen von "ausgewähltem" Publikum auf die Politiker einprasseln, haben im Internet ca. 40 Millionen Deutsche die Möglichkeit sich frei zu äußern. Und das tun sie! Offengestanden mehr als mir lieb ist. Der Anteil an Leuten mit fehlender Impulskontrolle scheint relativ hoch zu sein. So zeigen sich in etlichen Blogs immer die gleichen sinnfreien Kommentare. Beleidigungen, Drohungen, teils weit hergeholte Vergleiche.
Natürlich verstehe ich den Aufruhr sehr gut! Es geht mir nicht anders wenn ich den Schwachsinn höre den unsere Politik im allgemeinen, und zum Thema Internet im speziellen, von sich gibt. Aber wir müssen auf unsere Außenwirkung achten. Frau von der Leyen setzte die Netzgemeinde schon mehrmal mit unmündigen Kindern auf eine Stufe. Ein kluger Schachzug wie ich finde. Aber mit derartigen Kommentaren und Ausrufen wird die Sache nicht besser! Im Gegenteil. Klar, nicht Frau von der Leyen oder Angela Merkel lesen in den Blogs und Foren. Aber ihre Presseabteilungen tun das. Und sie verfolgen sehr genau was hier passiert. Wir hingegen streiten uns intern über die richtige Ausdrucksweise und müssen uns schon lange Beiträge schreiben um die Leute wieder auf den Boden zu holen...
Oder unsere politische "Vertretung" schreibt völlig alberne und unpassende Erklärungen.
Oder wir machen uns mit internen Streitereien vollends Lächerlich, die sich mitunter wirklich auf dem Level von Kindern bewegen.

Wäre ich ein Berater eines Politikers, ich hätte all diese Sachen explizit auf dem Tacho. Und ich würde sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit rausholen und damit richtig um mich schlagen! Wir wollen mit unseren Bemühungen nicht weniger erreichen als eine Weichenstellung für die Zukunft unserer Kultur. Eine Anpassung unserer grundlegenden Rechte... und treten so nach Außen auf??? Dann nehmt euch lieber brennende Fakeln und Mistgabeln. Dann lauft ihr wenigstens nicht Gefahr von irgendwelchen PR-Profis durch den Dreck gezogen zu werden.
Ihr wollt mit in der oberen Liga spielen? Dann guckt sie euch an, beobachtet wie man dort miteinander umgeht. Lernt wie man das Spiel spielt und nutzt die Regeln um eure Ziele zu erreichen. Wenn man uns nur als Haufen unangepasster Nerds oder gar als komplette Vollpfosten wahrnimmt, werden wir nichts bewegen! Wir werden weiterhin vor die Wand laufen - seinen unsere Argumenten noch so gut.

Aber das ist doch ein allgemeines Problem unserer Gesellschaft. Deswegen ist es im Internet auch so stark wahrnehmbar: Das Internet ist ein Spiegel der Gesellschaft weil der überwiegende Teil Zugang dazu hat. Und hier kann sich jeder Trottel ausdrücken. Mitunter mag das ok, und aus sozial-psychologischen Gründen sogar wünschenswert sein... Im Moment nehme ich aber die Äußerungen gewisser Personengruppen als eher kontraproduktiv wahr. Sie bestärken nicht nur ein unsachliches Bild unseres Vorhabens, sondern unterstützen sogar die "falsche" Argumentation des politischen Gegners! Wenn jemand "beweisen" will das im Netz nur gemobbt und beleidigt wird, der verweist einfach auf eine aktuelle Diskussion und findet mindestens ein Dutzend Kommentare die ihn bestärken. Super...

Wir sollten eine einheitliche Linie finden. Und wir sollten ein ernsthaftes und repräsentatives Abbild unserer Bewegung schaffen! Eine Vertretung die sich der Öffentlichkeit als gleichwertiges Gegenüber präsentiert.
Irgendwie werde ich den Spruch: "...die Revolution frisst ihre eigenen Kinder" nicht los. Zu oft habe ich gesehen, wie Randgruppen sich organisiert haben und dann an ihren eigenen "Eigenheiten" gescheitert sind. Ich würde mir wünschen das es diesmal anders ist. Wenigstens bis wir etwas bewegt haben! Nur solange bis wir etwas geschafft haben das nicht weniger ist als eine Revolution mit völlig neuen Mitteln.
Ich würde mir wünschen das die Leute begreifen das wir hier nicht einfach nur durchsetzen wollen das man jede Seite im Internet ohne Angst besuchen kann, sondern das auch klar wird das wir unsere kulturrelles und soziales Leben für die Zukunft verändern wollen. Wir wollen das, weil wir müssen. Weil unsere Regierung nicht mehr in unserem Interesse handelt! Weil man uns nicht nur Grundrechte nimmt sondern auch gerade weil die Politik nicht mehr im Sinne der Bürger gemacht wird! Vollkommende Überwachung aller Bürger ist NICHT in ihrem Sinn! Und die von uns gewählten Volksvertreter kommen nicht mehr ihrer Pflicht nach, Politik in Vertretung des Bürgers zu praktizieren. Statt dessen baut man skrupellos eine Kontrollinstanz des letzten "freien" Raumes auf, den unsere Gesellschaft noch zu bieten hat! In dem zweifelslos illegales passiert... welches aber mit den bestehenden Gesetzen ausreichend verfolgt werden könnte. Aber es zählen nur die Interessen von Lobbyvertreten die um ihre Einnahmen fürchten oder Sicherheitsfanatikern denen keine Lüge und Panikmache zu platt ist um ihre Ziele durchzusetzen. Unsere Gesellschaft steuert in eine Zukunft in der jede Kommunikation überwacht wird. In der Webseiten erst nach einer Filterung dem normalen Bürger zur Verfügung stehen. In der verfolgt wird wer sich außerhalb des Systems bewegt. Eine Zukunft in der es keinen Rückzugsraum mehr geben wird. Für niemanden außer den Mächtigen die das System kontrollieren. Und selbst die werden von noch gierigeren Menschen schnell vom Thron gestoßen.

Und im Moment, in diesem Augenblick, sammeln sich überall in diesem Land Leute um genau diesen Prozess mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu bekämpfen. Ich wünschte nur, wir würden dabei ein bisschen professioneller an den Start gehen...

SEETHER
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27
Jul
2009

Jetzt auch noch soziale Piraten...

Ja ja. Auch Abseits von Ulla Schmidt und ihrem eher peinlichen Zwischenfall mit dem Dienstwagen, macht die SPD von sich reden.

ulla schmidt

[Ich musste das Bild einfach einfügen weil ich die Werbung von Autoscout24 so herrlich finde]

Immerhin ist ja bald Wahl und da werden auch die allerletzten Register gezogen um noch irgendwie das schlechteste Wahlergebnis aller Zeiten zu vermeiden...
Auch vor dem wilden und schamlosen kopieren von Wahlprogrammen und Grundsätzen schreckt man nicht zurück. So hat sich jetzt ein Teil des linken Flügels der SPD zur Piraten-SPD zusammengeschlossen. Dabei verweist man sogar mehr oder weniger direkt auf die, in ganz Europa verbreitete Piraten-Partei, vergisst allerdings schändlich die Deutsche "Niederlassung". Augenscheinlich will man das Konzept des freien Internets für den eigenen Wahlkampf nutzen und ist nicht bereit darauf zu verweisen das es da schon Leute gibt die derartiges deutlich länger predigen. Natürlich "vergisst" man auch das die SPD als Regierungspartei maßgeblich an der Verabschiedung des Gesetzes zur Zugangserschwerung blabla beteiligt war. Darauf angesprochen unterstellt man den Abgeordneten Unwissenheit - und hier stimme ich dem Autor des Artikels auf Zeit.de ausnahmslos zu: Ich weiß nicht was ich schlimmer finde...

Und jetzt? Kann ich wieder guten Gewissens die SPD wählen weil ein kleiner Teil jetzt doch Politik in meinem Sinn macht? Oder gehe ich gar nicht wählen weil ich nicht verantworten kann das Politiker Entscheidungen treffen müssen obwohl ihnen die nötigen Kompetenzen fehlen?! Wer weiß, vielleicht lässt sie das schlecht schlafen... Aber Moment mal. War der letzte Punkt nicht das was mich schon immer am meisten gestört hat?! Ja doch... wahrscheinlich. Streichen wir das also.
Oder gehe ich gar nicht wählen weil ich nicht verantworten kann das Politiker Entscheidungen treffen müssen obwohl ihnen die nötigen Kompetenzen fehlen?! Wer weiß, vielleicht lässt sie das schlecht schlafen
Unterdessen geben sich die Grünen alle Mühe auch für immer von meiner Liste der Wahlalternativen zu verschwinden. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen in Bremen schiebt sich mit folgender Aussage in den Fokus meiner Aufmerksamkeit:
"Die Tatsache, dass diese Community viel Zeit in virtuellen Räumen verbringt, spielt dabei eine große Rolle. Wer Ego-Shooter für Unterhaltung, Facebook für reales Leben, wer Twitter für reale Politik hält, scheint davon auszugehen, dass Gewalt keine Opfer in der Realwelt fordert. Anders kann die ignorante Argumentation gegen die Internetsperren gar nicht erklärt werden."
Quelle: Welt.de

Ja, Statements wie diese zeugen von der Himmelschreienden Unwissenheit mancher Leute. Dazu fallen mir hundert Erwiderungen ein... Aber keine kann und will ich hier in diesem (noch) öffentlichen Raum verbalisieren.
Bleibt also letztlich die Erkenntnis das ich immer noch mit deutlich größerer Genauigkeit sagen kann wen ich keinesfalls wähle. Vielleicht sollte ich bei dieser Wahl nicht nach Überzeugung wählen sondern viel mehr das Ausschlussverfahren anwenden...

Eine angenehme Woche noch...

SEETHER
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