Verlogenheit ist auch nur eine Täuschung...
Am 10. November oder so, erscheint der zweite Teil von Modern Warfare. Kurz zur Erklärung für diejenigen die nicht einen großen Teil ihrer Freizeit vor der Konsole sitzen: Das ist ein grafisch sehr ansprechendes Spiel. Definitiv eins das der Kategorie Ego-Shooter zuzuordnen ist. Und es ist eins der besten seiner Art!
Wie das so ist in solchen Spielen, hat man ein (meist) sehr klares Einsatzziel das man vorwiegend durch den Einsatz schwerer Waffen erreicht. Oder leicht verständlicher: töte möglichst schnell alle auftauchende Gegner. Ich habe mich bereits an anderer Stelle schon mal darüber ausgelassen das ich diese Art der Zeitvernichtung durchaus als erstrebenswert betrachte.
Und je realistischer die Gefechte, desto mehr fesseln diese Spiele...
ABER eines muss klar sein: Erschossen werden NUR die bösen. Um es einfach zu halten sind das meistens alle anderen. Um jetzt aber die Gefühle des Spielers ein bisschen in Wallung zu bringen, muss gelegentlich mal ein Verbündeter ins Gras beißen. Man braucht ja die richtige Motivation zum stundenlangen Rachefeldzug...
Und jetzt kommt Modern Warfare mit folgender Szene: Der Spiele schlüpft in die Rolle eines Terroristen und hat die "Aufgabe" auf einem Flughafen möglichst viele "Zivilisten" zu töten. Dabei hat man seitens der Entwickler nicht mit Details gespart...
Und jetzt bricht ausgerechnet im Lager der Spiele eine Diskussion darüber aus, ob das nicht ein bisschen " to much" ist. Ja gehts denn eigentlich noch??? Sezieren wir das mal:
Tut es aber nicht...
Dabei hält sich anscheinden niemand die offensichtliche Verlogenheit einer solchen Diskussion vor Augen: Das was von den Autoren des Spiels als "Böse" deklariert wird, darf ohne ein Wimpernzucken auf jede denkbare Art niedergemetzelt werden. Was hingegen als "Gut" oder "Neutral" dargestellt wird, hat von vorn herein einen Freifahrtsschein?! Das ist eine seltsame Logik. Klar, sie orientiert sich stark an unseren tatsächlichen Werten die uns in den letzten Jahre mühsam antrainiert wurden. Tatsächlich müsste es heißen: Du sollst niemanden töten - verflucht nochmal!
In Wirklichkeit macht auch das reale Leben mittlerweile ne Menge Ausnahmen und stellt das eher so da: "Ja, töten sollst du eigentlich nicht... vorausgesetzt dein Gegenüber erfüllt nicht eine der vielen Kategorien die das dann doch rechtfertigen würden... "
Und diese völlig hirnrissige Methode um zwischen "Lebenswert" und "frei-zum-Abschuss" zu unterscheiden, wird jetzt auch auf Spiele angewendet.
Aber ich hätte es ahnen sollen als sich bereits Leute darüber aufgeregt haben das man in Overlord II zwischendurch mal ein paar Robben abschlachten muss um seine Energie wieder aufzuladen. Und das obwohl hier das ganze Spiel wirklich bis hinten gegen nach Ironie stinkt. Aber die Leute sind so in ihrer ambivalenten Welt gefangen, das sie solche Details nicht mal mehr bemerken...
Das Entwicklerstudio von Modern Warfare II haben die strittige Szene in etwa so gerechtfertigt: "Es geht darum dem Spieler ein Gefühl dafür zu geben warum die Terroristen so gefährlich sind und dringend eleminiert werden müssen"
Es ist ein Tabubruch. Aber wenn mir einer der Spieler die sich jetzt aufregen erzählen will das er in GTA nicht mit voller Absicht über den Fussweg gefahren ist, der lügt! In jeder "freien" Welt probiert der Spieler auch mal aus was passiert wenn er "Unbeteiligte" angreift. Und dabei geht es wirklich nicht nur um die Reaktionen des Spiels. Man guckt auch was es bei einem selbst auslöst.
Man sollte allgemein gewisse Dinge nicht zu ernst nehmen. Es ist und bleibt ein Spiel. Und es zeigt nichts das nicht schon im TV gelaufen wäre. Es ergänzt das nur um die Interaktivität. Aber wenn ich nicht jeden Erwachsenen (denn nur die sollten es spielen dürfen!) auf dieser Welt für komplett bescheuert erklären muss, ist diese Interaktivität nur eine weitere Form der völlig weltfremden Unterhaltung. Der im TV nicht unähnlich. Es ist ein Spiel. Wir spielen es, wir spielen es erneut und erinnern uns dann nach Monaten mal daran zurück und erfreuen uns an der Erinnerung an die Grafik oder irgendwelchen besonder schwierigen Szenen die wir gut gemeistert haben. Das sollte am Ende des Spiels das sein was davon in unseren Köpfen übrig bleibt.
Bei wem das nicht so ist, der sollte sich auch lieber Zuhause einschließen. Immerhin hält die Welt noch viel gefährlichere Dinge bereit als ein Spiel...
SEETHER
Wie das so ist in solchen Spielen, hat man ein (meist) sehr klares Einsatzziel das man vorwiegend durch den Einsatz schwerer Waffen erreicht. Oder leicht verständlicher: töte möglichst schnell alle auftauchende Gegner. Ich habe mich bereits an anderer Stelle schon mal darüber ausgelassen das ich diese Art der Zeitvernichtung durchaus als erstrebenswert betrachte.
Und je realistischer die Gefechte, desto mehr fesseln diese Spiele...
ABER eines muss klar sein: Erschossen werden NUR die bösen. Um es einfach zu halten sind das meistens alle anderen. Um jetzt aber die Gefühle des Spielers ein bisschen in Wallung zu bringen, muss gelegentlich mal ein Verbündeter ins Gras beißen. Man braucht ja die richtige Motivation zum stundenlangen Rachefeldzug...
Und jetzt kommt Modern Warfare mit folgender Szene: Der Spiele schlüpft in die Rolle eines Terroristen und hat die "Aufgabe" auf einem Flughafen möglichst viele "Zivilisten" zu töten. Dabei hat man seitens der Entwickler nicht mit Details gespart...
Und jetzt bricht ausgerechnet im Lager der Spiele eine Diskussion darüber aus, ob das nicht ein bisschen " to much" ist. Ja gehts denn eigentlich noch??? Sezieren wir das mal:
- Sowohl "Böse" als auch "Zivilisten" sind aus Polygonen zusammengesetzte Computerfiguren
Tut es aber nicht...
Dabei hält sich anscheinden niemand die offensichtliche Verlogenheit einer solchen Diskussion vor Augen: Das was von den Autoren des Spiels als "Böse" deklariert wird, darf ohne ein Wimpernzucken auf jede denkbare Art niedergemetzelt werden. Was hingegen als "Gut" oder "Neutral" dargestellt wird, hat von vorn herein einen Freifahrtsschein?! Das ist eine seltsame Logik. Klar, sie orientiert sich stark an unseren tatsächlichen Werten die uns in den letzten Jahre mühsam antrainiert wurden. Tatsächlich müsste es heißen: Du sollst niemanden töten - verflucht nochmal!
In Wirklichkeit macht auch das reale Leben mittlerweile ne Menge Ausnahmen und stellt das eher so da: "Ja, töten sollst du eigentlich nicht... vorausgesetzt dein Gegenüber erfüllt nicht eine der vielen Kategorien die das dann doch rechtfertigen würden... "
Und diese völlig hirnrissige Methode um zwischen "Lebenswert" und "frei-zum-Abschuss" zu unterscheiden, wird jetzt auch auf Spiele angewendet.
Aber ich hätte es ahnen sollen als sich bereits Leute darüber aufgeregt haben das man in Overlord II zwischendurch mal ein paar Robben abschlachten muss um seine Energie wieder aufzuladen. Und das obwohl hier das ganze Spiel wirklich bis hinten gegen nach Ironie stinkt. Aber die Leute sind so in ihrer ambivalenten Welt gefangen, das sie solche Details nicht mal mehr bemerken...
Das Entwicklerstudio von Modern Warfare II haben die strittige Szene in etwa so gerechtfertigt: "Es geht darum dem Spieler ein Gefühl dafür zu geben warum die Terroristen so gefährlich sind und dringend eleminiert werden müssen"
Es ist ein Tabubruch. Aber wenn mir einer der Spieler die sich jetzt aufregen erzählen will das er in GTA nicht mit voller Absicht über den Fussweg gefahren ist, der lügt! In jeder "freien" Welt probiert der Spieler auch mal aus was passiert wenn er "Unbeteiligte" angreift. Und dabei geht es wirklich nicht nur um die Reaktionen des Spiels. Man guckt auch was es bei einem selbst auslöst.
Man sollte allgemein gewisse Dinge nicht zu ernst nehmen. Es ist und bleibt ein Spiel. Und es zeigt nichts das nicht schon im TV gelaufen wäre. Es ergänzt das nur um die Interaktivität. Aber wenn ich nicht jeden Erwachsenen (denn nur die sollten es spielen dürfen!) auf dieser Welt für komplett bescheuert erklären muss, ist diese Interaktivität nur eine weitere Form der völlig weltfremden Unterhaltung. Der im TV nicht unähnlich. Es ist ein Spiel. Wir spielen es, wir spielen es erneut und erinnern uns dann nach Monaten mal daran zurück und erfreuen uns an der Erinnerung an die Grafik oder irgendwelchen besonder schwierigen Szenen die wir gut gemeistert haben. Das sollte am Ende des Spiels das sein was davon in unseren Köpfen übrig bleibt.
Bei wem das nicht so ist, der sollte sich auch lieber Zuhause einschließen. Immerhin hält die Welt noch viel gefährlichere Dinge bereit als ein Spiel...
SEETHER
Seether - 29. Okt, 19:48
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