3
Feb
2009

Das Ende der "Abo-Fallen"?!

Inspiriert durch einen Fall in meinem persönlichen Umfeld, habe ich mich heute Abend mal auf die Suche nach diversen Abo-Fallen gemacht. Das Recherchematerial zu dem Thema ist fast unerschöpflich. Was hingegen neu ist, ist ein Urteil über das heute bei Heise.de berichtet wurde. Dessen Interpretation lässt durchaus darauf hoffen das Geschädigte demnächst eine Handhabe gegen die Forderungen haben, die ihnen dubiose Firmen via Mail oder Post zukommen lassen. Zumal fünf Minuten Nachforschung zeigen, das die Betreiberfirmen nicht wie von der Polizei vermutet im schönen Dubai sitzen, sondern beispielsweise im beschaulichen Mannheim. Trotzdem wird seitens der deutschen Exekutive darauf verwiesen, das Ermittlungen im so fernen Ausland keine Aussicht auf Erfolg hätten. Würde doch nur die Musikindustrie bei der Verfolgung von Copyrightverstößen mal so schnell aufgeben!

Trotzdem ist davon auszugehen das viele Geschädigte dieses Urteil nie zu Gesicht bekommen (sollte es denn irgendwann mal Rechtskräftig werden). Außerdem operieren diese Firmen augenscheinlich gerne mit Downloadinhalten die dem Geschädigten irgendwie unangenehm sind. Dazu einmal ein grundsätzliches Statement das ich an der Stelle immer wieder gerne abgebe:
Die nächste Videothek ist sicherlich nicht mehr als 10 Minuten entfernt! Es gibt keinen Grund sich Filme in schlechter Qualität aus dem Netz zu ziehen und dann verzweifelt nach einem Player dafür zu suchen!
Ähnliches gilt natürlich auch (und gerade) für Musik!!!
Nachdem ich heute aber auch lesen musste, das es offensichtlich Menschen gibt die eine gecrackte Version von Firefox gegen Abgabe ihrer persönlichen Daten runter laden und sich damit ihre Hostsdatei verbiegen lassen, wird es wohl mal Zeit für eine kurze Schulung zum Thema Open Source / Freeware / Shareware und so weiter...

Firefox ist ebenso wie Thunderbird vollkommen Open Source. Das bedeutet zum einen das am Quellcode der Programme alle mitarbeiten können. Zum anderen bedeutet es, das der Download solcher Programme nie mit irgendwelchen Gegenleistungen verbunden ist! Wenn jemand eine Adresse oder Geld von euch will, kriegt ihr sicherlich nicht das was ihr wollt!
Gleiches gilt auch für OpenOffice und diverse andere Software.

Da es vielen Menschen schwer fällt, ihren Weg auf die offiziellen Downloadseiten der Anbieter (Mozilla / OpenOffice.org) zu finden, hier mal ein kleiner Ratschlag: Das aufmerksame Lesen der Googleergebnisse hilft meistens schon weiter. Und das was bei Google gelb hinterlegt ist, ist ein bezahlter Link. Die bringen einen eh nur selten ans richtige Ziel.
Wenn es schon nicht über Google klappt, dann seien hier mal folgende Downloadportale erwähnt deren Integrität für mich nicht in Frage steht:

www.zdnet.de/downloads
www.heise.de/software
www.soft-ware.net

Hier sollte sich alles anfinden was der Normaluser braucht um glücklich zu werden.
Natürlich gibt es hier auch sogenannte Free/ oder Shareware. Diese unterscheidet sich wesentlich von Open Source Programmen wie Firefox: Freeware ist zwar umsonst, bringt aber vielleicht einen eingeschränkten Nutzungsumfang mit. Außerdem ist der Programmcode nicht öffentlich und die Software unterliegt vielleicht gewissen Copyrights. Auch kann es vorkommen das man sich beim Hersteller anmelden muss.
Shareware läuft in der Regel eine Zeit lang im vollen Umfang. Gibt man dann nicht rechtzeitig einen Code ein, geht das Programm entweder gar nicht mehr oder nur noch eingeschränkt.

Letztlich bleibt (für mich wenigstens) nur Open Source als Alternative. Und gelegentlich mal, wenn nichts aus den offenen Quellen zu Verfügung steht, greife ich zur Freeware. Von allem anderen lasse ich die Finger. Oder ich kaufe es auf ganz regulärem Weg.

Also, informiert euch vorher was ihr eigentlich runter laden wollt. Gebt NIEMALS eure Adresse oder sonstige Kontaktdaten an wenn ihr dem Anbieter nicht 100 % vertraut. Und bleibt dem illegalen fern! Diese Seite des Internet ist selbst für Experten schwer zu durchschauen. Wer sich nicht auskennt legt sich da ganz schnell aufs Maul.

Und nun noch ein kleiner Hinweis für den ich natürlich nicht die GERINGSTE Haftung übernehme. Letztlich bin ich nämlich kein Jurist.
Es macht den Anschein, als würden es die Betreiber von Abo-Fallen nicht auf ein Gerichtsverfahren ankommen lassen. Wenigstens habe ich bei den Recherchen keinen Fall gefunden bei dem es dazu gekommen ist. Folglich könnte man die Mahnungen tendenziell ignorieren. Allerdings würde ich das nur in Absprache mit den örtlichen Verbraucherzentralen oder einem Anwalt machen. Und ein Widerspruch kann grundsätzlich nie schaden!!!

SEETHER
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